Die erste schriftliche Erwähnung kommt aus dem Jahr 1361, wenn Vichna, die Witwe von Přibylav aus Bořtice, unter anderem auch die Weinberge in Kraví hora (Kuhberg) erbte. Die ältesten weintragenden Strecken lagen nördlich vom Dorf an den zum Süden gewandten Hängen. Vom Dorf wurden sie durch einen Teich und See abgeteilt. Damit man die Weintrauben in das Dorf nicht über Wasser transportieren musste, wurden die Weinkeller unter den Weinbergen in Kraví hory ausgegraben. Gleichzeitig dienten die Keller als Schutz für Einwohner und deren Besitz in Kriegszeiten.
Heutzutage befinden sich in dieser 1 km vom Dorf entfernten Lokalität in den Teilen Hliníky, Kraví hora und Zahraničí 260 Weinkeller und bilden so ein zweites Dorf, ein Weindorf. Die Bezeichnungen der Weinstrecken sind vom Mittelalter in unveränderter, immerwährend tschechischer Form überliefert: Dolní und Horní Kraví hora, Hora nad louky (Kopce), Hora Bočky, Hora Dlouhý, Novosády...
Die „freie Republik“ Kraví hora zusammen mit dem Dorf Bořetice gehören unter das Weingebiet Velké Pavlovice. Dieses Weingebiet wird durch eine ganze Reie Weinberge erstlassiger Bonität gebildet. Die Weinstrecken breiten sich auf südlichen und südwestlichen Hängen aus und sind vor Nordwinden geschützt. Ausgezeichnete Bedingungen finden hier alle rote Weinsorten, unter den Blaufränkisch und Blauer Portugieser hervorragen. Die Anbaugeschichte dieser Sorten geht in das 15. Jahrhundert zurück, erst im 20. Jh. kamen die Rebsorten St. Laurent, Zweigeltrebe und André dazu. Von den Weisweinsorten herschen Grüner Veltliner, aus den höheren Lagen Neuburger, weiter Welschriesling und Traminer vor.